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Markgraf Karl Friedrich
von Baden

Cuvée Physiokrat

Karl Friedrich von Baden (1728-1811), der wohl bedeutendste badische Markgraf, unter dessen 73jähriger Herrschaft sich das Staatsgebiet und die Einwohnerzahl von Baden nahezu verzehnfachte, war auch bekannt als ein großer Anhänger der damals neuen physiokratischen Theorien, die auf den Franzosen François Quesnay zurückgehen.

Die zentrale These dieser revolutionären ökonomischen Theorie stellt die Landwirtschaft als einzig wahre Quelle des Reichtums der Menschen und als "Gabe der Natur" dar. Eine der Forderungen war - mit durchaus aktuellem Bezug -, auf alle staatlichen Eingriffe in den Wirtschaftsprozess zu verzichten. 1771 reiste Markgraf Karl Friedrich nach Paris, wo er unter anderem die Physiokraten Mirabeau und Dupont kennenlernte. Begeistert von der Idee dieser Vordenker kehrte er an den badischen Hof nach Karlsruhe zurück, um schon im folgenden Jahr ein sogar im Ausland viel beachtetes Werk mit dem Titel "Abrégé des principes de l'économie politique" über die Vorzüge des physiokratischen Systems zu verfassen.

Karl Friedrich war es dann auch, der versuchte, mit Hilfe seines geschätzten Kammer- und Polizeirats Johann August Schlettwein, die Theorie der Physiokratie im weltweit einzig bekannten Versuch auch in die Praxis umzusetzen. Der Weinort Dietlingen wurde für dieses steuerliche Experiment der "Einsteuer" (impôt unique) ausgewählt, und beginnend im Jahr 1770 wurde über 31 Jahre lang versucht, die vorhergesagten praktischen Verbesserungen des neuen Systems für die Landwirtschaft in Dietlingen mit Schwerpunkt im Weinbau zu erreichen. Nach einer Modifikation 1795 musste das Experiment allerdings im Jahr 1801 endgültig eingestellt werden.

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